Einschränkung pur!

Seit Wochen fühle ich mich in unzähligen Dingen eingeschränkt. Die ersten drei Monate hatte ich damit zu kämpfen ständig erschöpft zu sein. Dazu kam eine täglich andauernde Übelkeit, die sich über den Tag verteilte und mich übellaunig machte. Anfang der 13. Woche ging es dann langsam bergauf.

In meinem Leben war nichts mehr wie zuvor. Nicht nur meine körperliche Verfassung änderte sich, sondern auch meine Lebensumstände. Ich konnte beispielsweise meiner Freizeitgestaltung (Malen, Möbel bearbeiten), die wie Therapie für mich ist,  nicht mehr nachgehen. Als Schwangere darf ich nicht mit Farben arbeiten. Ich konnte mich auch sportlich nicht so betätigen wie zuvor. Joggen oder Rad zu fahren fühlten sich einfach nicht gut an. Dieses rütteln im Bauch tat mir weh. Also vermied ich diese Form der Bewegung.

Ich konnte auch nicht mehr alles allein machen, wie zuvor. Das bedeutet, schwere Gegenstände tragen oder den Wasserkasten aus dem Supermark holen.

Wir sind vor ein paar Tagen umgezogen. Eine Woche lange packen, organisieren und managen. Das haben wir gut hinbekommen. Doch egal was es zu tun gab, ich durfte weder Malern noch Kisten tragen oder irgendwas anbohren. Vielleicht gibt es Schwangere die das einfach ignorieren. Ich kann es jedenfalls nicht und möchte mein Kleines nicht gefährden. Doch es ist komisch, da ich früher immer mit angepackt und viel selbst erledigt habe. Jetzt bin ich eher eine Managerin. Ich plane und organisiere alles telefonisch oder via Internet.

Ich bin jetzt in der 16. Woche und mein körperliches Gefühl wird besser. Langsam akzeptiere ich meine neue Lebenssituation und lerne mit den Einschränkungen umzugehen. Die Müdigkeit hat auch nachgelassen und meine Stimmung scheint wieder etwas angenehmer zu sein.

Das klingt toll?!

Wäre da nicht die Erkältung, die mich gestern anfing heimzusuchen. Nach dem Gespräch mit der Hebamme, muss ich einsehen, dass eine weitere Zeit der Schonung und somit Einschränkung auf mich zukommt. Da wir Schwangeren nicht einfach jedes Mittelchen schlucken können und wir uns mit guten alten Hausmitteln versorgen müssen, kann das Auskurieren gut zwei Wochen dauern. Das heißt jetzt, viel trinken, inhalieren und ausruhen.  Bei dem Begriff “ausruhen” bekomme ich allergische Reaktionen, weil mein Leben seit Wochen aus ausruhen besteht.

Gestern habe ich mir eine neue Beschäftigung gesucht, in der Hoffnung etwas besser damit umgehen zu können nicht mehr mit Farben, Kleber und Lacken kreativ werden zu dürfen. Früher schneiderte ich manchmal kleine Taschen, Kissenhüllen oder Vorhänge aus alten Stoffen. Ich dachte, dass könnte für die nächste Zeit eine gute Alternative sein. Kreativität ganz ohne Giftstoffe.  Also ging ich zum Secondhand Laden, habe mir ein paar Sommerkleider in meiner neuen Kleidergröße besorgt, Material zum verzieren und habe glücklich meine neuen Ideen meinem Freund vorgestellt. Voller Vorfreude auf den heutigen Tag endlich eine kleine Aufgabe zu haben, die mich nicht überlastet, startete der heutige Tag positiv. Doch die Erkältungserscheinungen von gestern haben sich verschlechtert und so muss ich jetzt einsehen, dass hier nur ein Dampfbad, Tee und Bettruhe hilft. *Schniiief*


Solltest Du einen spannenden Beitrag zu einem bestimmten Thema haben, freue ich mich über Deinen Kommentar an mich. Ich bitte Dich in Deinen Äußerungen stets wertschätzend und achtsam mit meinem Gedankengut und dem der Anderen umzugehen.

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