Erstausstattung & Babyzubehör

Die Qual der Wahl beim Kinderwagenkauf!

Wir organisieren unsere Erstausstattung für unseren kleinen Wurm. Schließlich sind es nur noch wenige Wochen bis zur Geburt und es wird höchste Zeit das neue zu Hause für den Winzling einzurichten. Neugierig, gespannt und etwas planlos übernehmen wir die Grundausstattung wie Kleidung, Bettchen und Zubehör von Verwandten und Bekannten. Wir haben uns noch nicht in aller Intensität mit Nützlichkeit und Notwendigkeit bestimmter Utensilien auseinander gesetzt und verlassen uns erstmal auf die Meinungen der jungen Eltern, die uns ihre Erstlingsausstattung überlassen. Schließlich können wir erst im Praxistest unsere eigenen Erfahrungen machen. Jetzt fehlt uns insbesondere noch ein Kinderwagen, ein Tragetuch, Pflegeprodukte fürs Baby und persönliche Lieblingsstücke. Wir beschließen uns zuerst auf die Suche nach einem geeigneten Kinderwagen zu begeben.

Im Vorfeld recherchieren wir, beobachten und fragen nach, welcher Kinderwagen für uns in Frage kommt und welche Kriterien wir berücksichtigen müssen. Keine leichte Entscheidung! Wir verschaffen uns einen ersten Eindruck und nutzen, wie sollte es in heutigen Zeiten auch anders sein, das Internet. Gleich zu Beginn werden wir auf riskante Schadstoffe, Materialbeschaffenheit, Verarbeitung und Größenverhältnisse aufmerksam. Qualität, Preis und Leistung spielen eine weitere wichtige Rolle neben Bequemlichkeit und Optik. Es gibt unzählige Modelle, die sich teilweise kaum unterscheiden. Wir beschließen einen Fachmarkt aufzusuchen und den Praxistest zu machen. Vor Ort können wir ein Gespür für die verschiedenen Modelle und die richtige Beratung bekommen.

Das erste mal in einem Babyfachmarkt.

Die Auswahl überforderte uns im ersten Augenblick. Wo sollen wir anfangen? Uns fehlt die Orientierung und ein Plan. Also erstmal alle Kinderwagen anschauen, dann dort stehen bleiben, wo das Bauchgefühl “JA” sagt, ausprobieren und bei nicht gefallen zum nächsten Modell. Hm?! Irgendwie kommen wir so nicht weiter.

Eine freundliche Verkäuferin kommt auf uns zu. Dankend nehmen wir ihre Hilfe an und versuchen zu erklären, an welche Art Kinderwagen wir gedacht haben. Am Ende stellte sich heraus, dass unsere eher theoretischen Vorstellungen, in der Praxis, die schlechtere Wahl gewesen wäre. Unser so hübsch recherchiertes Wagenkonzept kippt und so werden wir mit neuen Informationen konfrontiert. Was ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht bedacht hatte ist, dass ein Kind nur bis zu circa sechs Monaten in der Babyschale liegt. Danach fängt es an zu sitzen, ist natürlich auch größer geworden und wird einen Buggy brauchen. Die meisten Modelle liefern alle Funktionen in einem. Erst die Babyschale und später wird mit wenigen Klicks die Buggyfunktion auf das Gestell aufgesetzt. Dennoch ist es erschreckend, wenn ich auf die Preise schaue, dass eine Babyschale nur sechs Monate in Gebrauch ist.

Mein Freund und ich haben uns einen Spaß aus der noch etwas befremdlichen Situation gemacht und sind jeweils mit einem Kinderwagen durch den Laden gelaufen. Ein Wettfahren mit den neusten Modellen. Eine Testfahrt als werdende Eltern in Bezug auf die Optik und in Bezug auf Tauglichkeit und Funktion. Ich habe herzlich gelacht, als ich meinen Freund mit einem Kinderwagen vor sich herschiebend sah. Es war so unglaubwürdig. Gleichmaßen sah ich mein Spiegelbild im Schaufenster und konnte es kaum glauben. Jetzt werde auch ich so einen Wagen durch die Straßen bewegen. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich am Anfang meiner Schwangerschaft völlig außer mir war. Mir war es wichtig, niemals so ein klassisches Mutterbild abzugeben. Ein Frau mit Kinderwagen, die beste Freundin daneben, Kaffee trinkend auf dem Spielplatz etc. Ich kannte die Vorurteile anderer Menschen und auch meine. In diese Schublade wollte ich nicht gesteckt werden. Am Ende kann ich das wohl gar nicht beeinflussen.

In dem Moment, wo wir beide einen Kinderwagen durch das Ladengeschäft schieben und wir unseren neuen Rolle als Eltern näher kommen, war es ein schöner Augenblick. Voller Zufriedenheit spürte ich, wie stolz ich auf unser noch ungeborenes Kind bin und das dieser Kinderwagen nur ein Mittel zum Zweck sein wird. Natürlich ein Mittel zum Zweck, indem sich unser Winterbaby wohl fühlen soll. Wenn die Außenwelt mich dann in eine “klassische Mutterrolle” steckt, kann ich daran wohl nichts ändern. Am Ende weiß ich, wer ich wirklich bin und das ist es, was letztendlich zählt.

Spannend war auch der Generationenunterschied. Meine Mutter war zu Besuch und hat uns begleitet. Vor fast 35 Jahren hat sie das letzte mal in einem Babyladen gestanden. Sie war überrascht, was sich seither verändert hat. Es gab auch für sie viel Neues, aber auch Bekanntes zu sehen.


Solltest Du einen spannenden Beitrag zu einem bestimmten Thema haben, freue ich mich über Deinen Kommentar. Ich bitte Dich, in Deinen Äußerungen stets wertschätzend und achtsam mit meinem Gedankengut und dem der anderen umzugehen.

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